Du,
ich schreibe dir nicht, um etwas zu retten, das längst zerfallen ist – sondern weil ich spüre, dass zwischen den Rissen noch etwas atmet. Etwas Echtes. Etwas, das ich zu spät gehütet habe.
Ich habe dich verletzt. Nicht mit Absicht, aber mit Wirkung. Und das allein zählt. Ich habe nicht hingesehen, als du dich leise zurückzogst. Ich habe nicht zugehört, als dein Schweigen lauter wurde als jedes Wort.
Es tut mir leid. Tiefer, als ich es sagen kann.
Ich kann dir nicht versprechen, dass ich perfekt werde. Aber ich kann dir versprechen, dass ich wach werde. Dass ich hinsehe. Dass ich nicht mehr an uns vorbeilebe.
Wenn du noch kannst, wenn du noch willst – bleib. Nicht aus Gewohnheit, sondern weil dein Herz es noch wagt. Ich verspreche dir nicht, dass alles sofort gut wird. Aber ich verspreche, dass ich kämpfen werde. Um dich. Um uns.
Mit allem, was ich bin.