Du,
es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden – nicht, weil ich nichts fühle, sondern weil ich zu viel fühle. Weil jedes Wort, das ich schreibe, einen Punkt setzt unter etwas, das ich nie enden lassen wollte.
Ich weiß, dass wir uns verlieren. Vielleicht haben wir es schon längst. Ich habe gekämpft, gezweifelt, gehofft. Du auch. Und irgendwann bleibt nur noch Stille – eine Stille, in der man spürt, dass das „Wir“ nicht mehr trägt.
Ich will dir nicht sagen, dass alles gut wird. Vielleicht tut es das. Vielleicht auch nicht. Ich will dir nur sagen: Du hast mich verändert. Nicht für ein paar Monate. Für ein Leben.
Du hast mir gezeigt, wie es sich anfühlt, wirklich gesehen zu werden. Du hast mich gehalten, wenn ich gefallen bin. Und du hast mich herausgefordert, wenn ich es gebraucht habe.
Ich gehe – aber du bleibst. In Liedern. In Gerüchen. In der Art, wie ich morgens Kaffee trinke. In Sätzen, die ich denke, aber nicht mehr ausspreche.
Es tut weh, dich loszulassen. Aber noch mehr würde es weh tun, dich festzuhalten, wenn dein Herz schon gegangen ist.
Pass auf dich auf.
Und vergiss nicht: Du warst geliebt. Tief, ehrlich, ganz.