Mein Liebster,
manchmal erkenne ich mich selbst nicht wieder in den Momenten, in denen ich dich verliere. Es sind nicht die großen Dramen – es sind die kleinen Schnitte, die ich hinterlasse, ohne es gleich zu merken. Und dann sehe ich dein Gesicht. Deine Stille. Und spüre, was ich zerstört habe.
Ich war laut, wo du leise warst. Ich habe deine Geduld für Selbstverständlichkeit gehalten und deinen Rückzug zu spät verstanden.
Es tut mir leid.
Nicht nur als Wort. Sondern als ganze Wahrheit. Ich habe dich verletzt. Mit Blicken. Mit Worten. Vielleicht sogar mit Dingen, die ich nicht gesagt habe, obwohl du sie gebraucht hättest.
Ich weiß nicht, ob Entschuldigung reicht. Vielleicht braucht es mehr: Zeit. Einsicht. Wandel. Und vielleicht auch dein Schweigen – als Raum, in dem du heilen kannst.
Ich will dich nicht überreden. Ich will dir nur zeigen: Ich bin noch hier. Mit weniger Mauern, mehr Fragen. Mit weniger Rechthaben, mehr Zuhören. Mit echter Reue – und der Hoffnung, dass du in meinem Herzen noch einen Platz siehst, den du bewohnen kannst, wenn du soweit bist.
Wenn du mich nicht gleich berühren kannst, berühre ich dich mit Geduld. Und wenn du mich nicht gleich siehst, warte ich, bis du hinschauen kannst – ohne Schmerz, ohne Misstrauen.
Ich liebe dich. Noch immer. Vielleicht mehr denn je.