Mein Herz,
ich schreibe dir nicht, um Recht zu haben. Nicht, um etwas zu retten, das längst zerbrochen ist. Ich schreibe, weil in mir ein Echo klingt, das nur du je zum Schweigen bringen konntest – und das jetzt lauter ist denn je.
Ich habe Fehler gemacht. Das weiß ich. Ich habe Worte gesagt, die hätten unausgesprochen bleiben sollen. Ich habe geschwiegen, wo du Nähe gebraucht hättest. Ich war unachtsam – nicht, weil du mir gleichgültig bist, sondern weil ich mich selbst nicht sehen konnte in dem Moment, in dem ich dich verletzte.
Und jetzt stehe ich da mit einem Gefühl, das mir den Atem nimmt. Reue. Nicht aus Schuld, sondern aus Liebe. Aus dem Wissen, dass du mein Zuhause bist – und ich gerade an deiner Tür stehe, ohne zu wissen, ob du sie noch einmal für mich öffnest.
Ich will nichts beschönigen. Ich will verstehen. Nicht nur, was ich gesagt habe – sondern wie es sich für dich angefühlt hat. Ich will hören, was du noch nicht sagen konntest, weil Wut oder Enttäuschung zu groß waren. Und ich will aushalten, was auch immer du mir entgegnest – weil du es verdienst, gehört zu werden.
Ich kann nicht zurückdrehen, was war. Aber ich kann alles tun, um zu zeigen, dass ich es ernst meine. Dass du für mich kein Kapitel bist, das man einfach überschlägt. Sondern ein Herz, das ich sehen, achten und schützen will – mit jeder Faser dessen, was ich bin.
Wenn du mir vergibst, werde ich nicht einfach zurückkehren. Ich werde neu beginnen. Mit weniger Stolz, mehr Demut. Weniger Angst, mehr Klarheit. Und der tiefen, stillen Bitte: Lass uns nicht verlieren, was uns ausgemacht hat.